Aufstellanleitung für Hummelkasten 3030-2026 — Kurzanleitung
1.) Standortwahl
Der Hummelkasten muss ganztägig im Schatten stehen, da Hitze im Sommer die Brut gefährden kann. Ein schattiger Platz unter einem Busch auf einer waagerechten Gehwegplatte eignet sich gut. Achten Sie darauf, dass der Kasten gut erreichbar ist.
2.) Inneneinrichtung im Frühjahr
Legen Sie eine 4–5 cm dicke Schicht Hamsterstreu auf den Boden (Hanfstreu ist auch geeignet). Darauf kommt eine kleine Handvoll Kapok — das reicht. Der Einlaufschlauch sollte innen auf Höhe des Einstreus enden und an einer Wand anliegen. Die Öffnung der Röhre muss frei bleiben, damit die Hummel den Rückweg problemlos findet.
3.) Lüftung und Zugang
Lassen Sie die Lüftung zunächst geschlossen, da einige Hummeln nur im Dunkeln nisten. Halten Sie die Hummelklappe geöffnet (Kunststoffschraube vollständig eindrehen), damit suchende Hummeln den Eingang leicht erkennen.
4.) Warten und Geduld haben
Nun heißt es abwarten. Die torartige Form der Öffnung hinter der Hummelklappe minimiert das Abstreifen von Pollen.
5.) Erkennung einer eingezogenen Hummel
Es ist oft schwer zu erkennen, ob eine Hummel eingezogen ist. Klopfen Sie nachts leicht an den Kasten — eine eingezogene Hummel kann brummen. Alternativ legen Sie kleine, trockene Blattstücke vor den Eingang; durch den Flügelschlag werden diese verweht. Selbst wenn es ruhig wirkt, lassen Sie den Kasten bis zum Herbst stehen, er könnte belegt sein.
6.) Hummelklappe schrittweise absenken
Wenn eine Hummel eingezogen ist, senken Sie die Hummelklappe schrittweise: zuerst in größeren Schritten über zwei Tage, dann in feinen Schritten über weitere zwei Tage. Halten Sie die Klappe danach geschlossen, um Wachsmotten fernzuhalten.
7.) Lüftungsplatte öffnen
Mit steigenden Temperaturen öffnen Sie die Lüftungsplatten. Im Sommer sollten sie geöffnet bleiben, damit Wärme und Feuchtigkeit entweichen können. Gute Belüftung ist wichtig für ein gesundes Mikroklima im Kasten.
8.) Wachsmottenkontrolle
Ab Ende März sind Wachsmotten möglich. Bei Sichtung oder bei feinen Fäden stellen Sie den Kasten abends an einen anderen Ort, tragen geeignete Schutzkleidung und entfernen den Inhalt. Geben Sie nur das saubere Nest mit etwas Nistmaterial zurück und stellen Sie den Kasten wieder an seinen Platz. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll. Bitte mit sehr viel Ruhe und Vorsicht vorgehen.
9.) Herbstpflege
Im Herbst, wenn keine Hummeln mehr fliegen, leeren Sie den Kasten vollständig. Die weißen Platten innen sind abwaschbar. Wachsmotten können den Innenraum zuspinnen, was das Öffnen erschwert. Ölen Sie den Kasten bei Bedarf neu (z. B. mit Leinöl) und lagern Sie ihn über den Winter trocken — möglichst nicht in der Wohnung; Garage oder trockener Abstellraum sind ideal.
10.) Förderung der Besiedlung
Eine breite Rampe vor dem Eingang macht den Kasten attraktiver, da sie wie ein kleiner Hügel wirkt. Altes Nagetiermaterial kann ebenfalls hilfreich sein, da Hummeln manchmal in alten Mäusenestern nisten.
Viel Freude beim Beobachten Ihrer neuen Mitbewohner!